Diese Digitaljobs sind aktuell und in Zukunft gefragt

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Die Digitalisierung schreitet mit riesigen Schritten voran. Unternehmen suchen deshalb händeringend nach Fachkräften. Wenn Sie eine “Digitale Karriere” starten möchten, sollten Sie nach diesen Digitaljobs Ausschau halten.

Die Digitalisierung benötigt immer mehr Digitalexperten

Die Corona-Pandemie sorgt für eine Beschleunigung des Digitalen Wandels: Home Office statt Bürojob, Distanzunterricht statt Präsenzunterricht, Online-Events statt Messen, Onlineshopping statt Einkaufsbummel, Lieferdienst statt Restaurantbesuch, Mobile Payment statt Bargeld. 

Damit all diese modernen Errungenschaften laufen und weiterentwickelt werden können, braucht es Fachkräfte. Diese müssen Unternehmen, Kommunen und Institutionen fit für die Gegenwart und die Zukunft machen. Die Folge ist ein Boom an Digitaljobs.
 

Welche digitalen Berufe sind angesagt?

Eine gute Frage. Eine, die sich nur schwer beantworten lässt. Zum einen liegt das daran, dass es nicht nur zwei oder drei Digitalberufe gibt. Unter die weit gefasste Bezeichnung fallen eine Vielzahl an Jobs in den unterschiedlichsten Branchen und Sparten. Zum anderen überlappen sich viele Profile. 

Ein Beispiel: Der Onlinehandel boomt seit vielen Jahren, aktuell mehr denn je. Dementsprechend sind E-Commerce-Profis gefragte Leute. Dazu zählen unter anderem UX-Designer, Onlinemarketing-Manager und Onlineshop-Programmierer. Und auch diese Spezialgebiete lassen sich weiter unterteilen, beispielsweise in Frontend- und Backend-Entwickler.

Die Digitalisierung hat unzählige Facetten. Es kommen ständig neue hinzu. So entstehen fortlaufend neue Themengebiete und neue digitale Berufe. Dies erschwert zusätzlich die Einordnung.

Um das Dickicht zu entwirren, haben wir zahlreiche Studien ausgewertet, Fachbeiträge gelesen und um unsere eigenen Erkenntnisse ergänzt. Daraus ist nun unser Überblick über die gefragtesten Digitaljobs entstanden.

 


Eine Quelle unserer Recherche: Die Digitaljob-Auswertung des Digitalisierungsexperten Dr. Holger Schmidt

Überblick: Wichtige Jobs in Zeiten der Digitalisierung

Das stetig wachsende Angebot an Digitaljobs lässt sich in diese Kategorien einteilen:

  • Entwicklung
  • Design
  • Analyse
  • Administration
  • Management
  • Vermarktung

Folgend ein paar Ausführungen und Beispiele für die verschiedenen Digitalberufe.
 

Entwicklung und Programmierung

Wer früher schlicht Programmierer genannt wurde, nennt sich heute unter anderem Software Engineer, Web-Entwickler oder Software Architect.

Warum? Derzeit gibt es zahlreiche beliebte Programmiersprachen und entsprechende Profis dafür. Programmier- und Script-Sprachen wie PHP, Java oder C# kommen zum Einsatz, um Onlineshops zu entwickeln, KI-Systeme zu programmieren oder Virtual-Reality-Anwendungen umzusetzen. Oder die Developer beschäftigen sich mit der Programmierung von Robotern, 3D-Druckern und Blockchain-Anwendungen.

Das bedeutet: In allen Bereichen der Digitalisierung sind Entwickler jeder Coleur extrem gefragt. Ohne sie ist die Digitale Transformation unserer Welt nicht stemmbar.

Die extrem hohe Nachfrage sehen Sie unter anderem in unserer IT Jobbörse: Eine Menge der Stellenausschreibungen haben mit Programmierung zu tun.
 

Design und Kundenzentrierung

Die Gestaltung einer neuen App oder einer Web-Anwendung ist mehr, als das Produkt nur schön aussehen zu lassen. Heutzutage bedarf es verschiedener Designer, welche die digitalen Anwendungen auf die Bedürfnisse der Nutzer optimieren. 

Für derartige Aufgaben gibt es beispielsweise UI- und UX-Designer, welche das User Interface (UI) und die User Experience (UX) entwickeln. Deren Jobprofil überschneidet sich oft mit dem eines Frontend-Programmierers.

Der Bereich UX gehört zum Feld der CX (Customer Experience). Darunter versteht man die gesamtheitlichen Eindrücke eines Kunden: vom ersten Kontakt mit einem Unternehmen über den Kauf eines Produktes bis hin zu späteren Interaktionen. Damit das alles wie aus einem Guss wirkt und zu einem positiven Gesamterlebnis wird, stellen Unternehmen sogenannte Customer Experience Manager (CXM) ein.
 

Administration und Betrieb

E-Commerce-Systeme, Videokonferenz-Plattformen oder innovative Finanzdienstleistungen können nur funktionieren, wenn die Systeme dahinter fachmännisch betreut werden. Hierfür benötigen Unternehmen eine Vielzahl an Digitalexperten, um die wachsenden Herausforderungen zu meistern.

Das sind unter anderem System- und Netzwerkadministratoren, welche im Bereich IT Operations tätig sind. DevOps und Cloud-Experten (zum Beispiel Cloud Builder und Cloud Computing Engineers) unterstützen sie beim Aufbau und der Wartung von IT Infrastrukturen.

Ein weiterer sehr gefragter Digitalberuf ist der des IT Security-Spezialisten. Die Cybersecurity-Profis sorgen für die Informationssicherheit, den Datenschutz und die Einhaltung der Compliance.
 

Datenerhebung und -Auswertung

Data Engineer, Data Analyst, Data Scientist oder Data Consultant sind Digitaljobs, welche Unternehmen zunehmend häufiger ausschreiben. Warum? Weil durch die Digitalisierung gigantische Datenmengen (Big Data) entstehen. Diese Flut an Informationen muss ausgewertet und in nutzbare Erkenntnisse umgewandelt werden.

Data Scientists und Daten-Analysten erstellen unter anderem analytische Modelle und visualisieren die Ergebnisse ihrer Auswertungen. Sie machen quasi Big Data begreiflich und sichtbar, so dass andere Digitalexperten damit arbeiten können - zum Beispiel für die Optimierung von Prozessen.
 

Management und Leitung

Alle digitalen Berufe interagieren mit anderen. So arbeiten Programmierer mit Designern, Daten-Analysten und Marketing-Spezialisten zusammen. Damit der Austausch und die Prozesse nicht chaotisch verlaufen, braucht es Strukturen. Hier kommen die Manager und Coaches ins Spiel.

Die meisten Digitalprodukte und -dienstleistung entstehen heutzutage nach einer agilen Methode. Damit eine agile Entwicklung reibungslos funktioniert, kommen Scrum Master und Product Owner zum Einsatz.

Soll ein Unternehmen im Gesamten eine Digitale Transformation durchlaufen, setzt es Change Manager und Projektleiter ein. Diese arbeiten eng mit dem Chief Technology Officer (CTO), Chief Digital Officer (CDO) oder dem Chief Internet of Things Officer in der Geschäftsführung zusammen.
 

Vermarktung und Vertrieb

Wie werden digitale Produkte am besten “an den Mann gebracht”? Selbstverständlich über digitale Wege. Hierzu erlebten das Marketing und der Vertrieb in den letzten Jahren rasante Veränderungen. 

Im Onlinemarketing, auch Digital Marketing genannt, gibt es immer mehr Möglichkeiten und Kanäle, um die potentiellen Kunden zu erreichen. Digitaljobs wie SEO-, SEA-, Content- Marketing- und Social-Media-Manager entstanden, unterstützt durch ungewöhnliche klingende Professionalisierungen wie Growth Hacker.

Auch im Bereich Sales gibt es diverse Digitalberufe. Dazu zählen unter anderem CRM-Jobs wie die des CRM Consultants oder des CRM Managers, welche die digitalen Kundenbeziehungen betreuen.
 

Wo kommen die digitalen Berufe zum Einsatz?

Einerseits schreiben junge, moderne Unternehmen die Digitaljobs aus. Startups und Technologiefirmen suchen händeringend Entwickler, Designer, Administratoren und Manager, um ihre Innovationen voran zu bringen. Dazu gehören beispielsweise FinTechs, welche den Bankensektor mit neuen Konzepten aufwirbeln. Oder die Unternehmen arbeiten an sogenannte DeepTech-Lösungen, wozu unter anderem Künstliche Intelligenz (KI), Quantencomputing, Virtual Reality / Augmented Reality (VR / AR) und 3D Printing gehören.

Andererseits stellen immer mehr klassische Konzerne im großen Stil Programmierer und Data-Analysten ein. Und traditionsreiche Mittelständler umwerben E-Commerce- und SAP-Spezialisten jeder Art.

Das alles führt dazu, dass sich die Arbeitswelt in einem massiven Umbruch befindet. Viele klassische Jobs fallen weg, dafür entstehen Millionen vollkommen neuer Berufe im digitalen Bereich.
 

Digitale Karriere: Welche Qualifikationen sind gefragt?

Eine Frage, die wir häufig hören: “Was muss ich für eine ‘Digitale Karriere’ können?“

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Es bestehen mittlerweile Tausende neuer Jobprofile mit ebenso vielen Anforderungen. Mal ist eine spezielle Ausbildung oder ein Studium erforderlich, mal kommt man als Quereinsteiger bestens voran.

Alle Digitaljobs verbinden aber gewisse Grundvoraussetzungen:

  • Wer einen Digitalberuf haben will, muss sich mit den vielen Facetten der Digitalisierung beschäftigen. Idealerweise verfügt ein Digitalexperte über ein sogenanntes T-Shaped-Profil.
  • Für einen Digitaljob ist es unerlässlich, sich mit einer Vielzahl an digitalen Tools auszukennen. Das fängt schon bei der Bewerbung per Skype an.
  • Die Digitale Transformation läuft mit einer schnellen Taktung. In einem Digitalberuf sollte man immer wissbegierig sein. Und lernen - ein Leben lang!
  • Neben den Hard Skills sind die Soft Skills weiterhin gefragt. Auch in der Digitalwelt kommen Eigenschaften wie Entscheidungs- und Teamfähigkeit sowie Kreativität gut an. Denn trotz Remote Work und digitalen Prozessen arbeiten am Ende immer noch Menschen mit Menschen zusammen - nur eben anders als früher.
  • Die meisten Digitaljobs setzen eine mittlere bis hohe Qualifikation voraus. Dementsprechend sind ein guter Schulabschluss und ein Studium oder eine fachliche Weiterbildung eine gute Basis für einen “Digitalisierungsberuf”.
     

Fazit

UX-Designer, Data Analyst, SEO Manager, Cybersecurity-Experte, Chief Digital Officer: In den letzten Jahren sind mannigfaltige und spannende Digitalberufe entstanden. Diese Jobs sind heute und in Zukunft gefragt. Nutzen Sie die Chancen für Ihre Karriere!

Bilder: Adobe Stock, Netzoekonom.de